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In der letzten Woche fand die Eurobike 2010 wieder in den Messehallen Friedrichshafen statt. Der obligatorische Besuch war interessant, auch wenn sich die Highlights in Grenzen hielten. Ich hatte den Eindruck, dass sich die Hersteller insbesondere auf die Modellpflege konzentrierten (außerdem habe ich im Moment mehr die Uni als das biken im Kopf..). Unser Besuch beschränkte sich auf den Freitag, wir wollten wegen der für uns doch ordentlich langen Anreise von fast 7 Stunden einen kleinen aber feinen Roadtrip anschließen.

Auf der Wunschliste standen dabei neben Flims/ Laax auch noch Davos und Livigno. Flims/ Laax kannte ich noch nicht, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Überraschenderweise haben wir dann den „Sponi“ dort getroffen, der sich jetzt dauerhaft in den Alpen niedergelassen hat. Mit Ihm hatten wir dann einen “Local” vor Ort, der uns noch einige schöne Trails zeigen konnte.

Nachdem ich zuletzt ernsthaft auf dem Megavalanche auf meinem Downhiller gesessen hatte war Flims ein gelungener Einstieg um sich wieder „einzurollen“. Für meinen Geschmack hatten die Jungs aber zu viele Northshore Elemente in den Wald gestellt.

Noch am Samstagabend ging`s dann weiter nach Davos in`s Hotel, wo wir uns mal wieder richtig sauber schrubben konnten (nein, seit der Eurobike war ich nicht mehr duschen) und ein Klasse Frühstück serviert bekamen.

Der Sonntag in Davos war richtig geil, von fast 3000m zu starten ist einfach Klasse. Die Trails sind besonders im oberen Teil schön steinig, eher schnell und teilweise kann man sich sogar im Geröll eine eigene Freeride-Linie suchen. Danach geht`s in engen Spitzkehren wieder runter ins Tal. Die doch recht zahlreichen Wanderer waren insgesamt freundlich, scheinen Mountainbiker (mittlerweile) zu akzeptieren. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Zahl der Freerider doch stark zugenommen hat, was nicht nur positiv ist, denn einige Trails sind mittlerweile für Biker gesperrt…

Von Davos aus sind wir dann noch nach Livigno gefahren um die letzten 2 Tage zu genießen. Ich muss sagen: Wenn schon Bikepark, dann aber Livigno! Der Bikepark ist echt nett zu fahren, variantenreich, teilweise ordentlich anspruchsvoll und hat auch  einige naturbelassene Trails. Weil wir die meiste Zeit zu viert unterwegs waren und man aufeinander Rücksicht nehmen musste, konnte ich im Bikepark mal wieder richtig hacken gehen.

Außerdem hat man in Livigno noch die Möglichkeit mit dem Carusello 3000 auf fast 3000m Höhe  zu fahren, was wir natürlich auch gemacht haben. Von dort oben muss man erst noch auf den Gipfel schieben, kann sich in der folgenden Abfahrt dann aber ordentlich austoben. Gerade oberhalb der Baumgrenze freeriden zu gehen find ich cool und hat einen Riesenspass gemacht.

Am Dienstagabend haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind mitten in der Nacht mit dem letzten Tropfen Sprit in Münster angekommen.

Cheers, Steven