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Osterferien 2011

Sodele, jetzt habe ich in den letzten 2 Wochen die ersten, richtigen Schulferien seit langem gehabt. Seit neuestem aber von der anderen Seite: Als Lehrer.

Woche 1:

In der ersten Ferienwoche waren wir mit unseren Bikes zunächst in Südtirol, später dann noch am Gardasee.

Mein neues Flatout-Bike konnte ich erst kurz vor dem Trip fertig zusammenschrauben, umso gespannter war ich auf das Bike in Bezug auf das Handling und die Performance.

Die Trails um Bozen eignen sich ganz gut um nach dem langen Winterschlaf wieder Fahrpraxis zu bekommen und sich einzufahren. Das Wetter spielte die ganze Zeit mit, so dass wir uns jeden Tag wieder auf sonnige Trails freuen konnten.

Die Trails in und um Bozen haben wieder mal richtig Spaß gemacht, wenn man das Tempo anzieht werden die Trails auch anspruchsvoll.

Gespannt waren wir auf die Region am Gardasee. Eine gute Woche vor dem Bike-Festival war es in Riva noch nicht so voll das man sich auf den Trails anstellen musste und die Abfahrten im Ententanz erledigen musste. Auffällig waren die saftigen Preise für den Lift in Malcesine, sowie für die diversen Shuttledienste. Allerdings gibt es dort auch keine anderen Möglichkeiten auf den Berg zu kommen.

Völlig überraschend haben wir dann noch an einem Freeride-Event teilgenommen, ausgerichtet von den Jungs und Mädels von altogardabikearea.com. Mit einem Guide (grazie Carlo) konnten wir den ganzen Tag die coolsten Trails rund um den Monte Baldo auschecken. Die fleißigen Guides haben im Vorfeld des Events sämtliche Trails mit so einer Art „Staubsauger“ freigepustet. Hut ab!

Zum Abend hin gab es dann noch ein kleines Fun-Event, bei dem man auf einem freaky Singlespeeder ohne Bremse am HR erst einen Manual und im Anschluss einen Nose-Wheelie fahren musste. Zum Abschluss eines echt geilen Tages hab ich dann auch noch Oakley Goggle und Sonnenbrille gewonnen.

Am folgenden Tag haben wir dann noch die legendäre Tremalzoabfahrt gemacht. Nach der einstündigen Auffahrt war es dann soweit. Mir einem grandiosen Blick auf den Gardasee haben wir uns Serpentine für Serpentine Richtung Riva del Garda genähert. Allerdings ist der Trip eher landschaftlich schön als technisch anspruchsvoll.

Den letzten Tag unseres Urlaubs haben wir dann wieder in Bozen ausklingen lassen und in den Sonnenuntergang hinein grilliert.

Woche 2:

Die zweite Woche hat damit begonnen, dass ich unter Zeitdruck die Waschmaschine anschmeißen musste, dann just in time die Sachen aufhängen und Stunden später schon wieder einpacken musste: Das Trainingslager mit 77designz stand auf dem Programm.

Das Niveau der gesamten Veranstaltung sank spätestens nachdem wir Stefan in Wuppertal eingesackt hatten. Wir sind dann weiter nach Karlsruhe gefahren, wo wir uns mit den anderen Jungs getroffen haben. Mit einem großen Bus sind wir im Anschluss alle zusammen weiter Richtung Süden gefahren.

Der erste Stop war am sonnigen Freitagmittag in der Nähe von Basel wo unser diesjähriger Klamottensponsor zu Hause ist. Nach einer zunächst unfreundlichen Begrüßung: „Haut ab ihr G`sindel“ eines Dorfbewohners trafen wir dann David von Dirtfoundation. Seine Wohnung, besser: sein Anwesen, verschlug uns allen die Sprache. Eine tausend Jahre alte Burg vom feinsten.

Dazu waren die Trails, die wir im Anschluss unter die Räder genommen haben, auch richtig spaßig. Der Tag wurde richtig rund als wir den Abend auf der Burgterasse bei einer zünftigen Grillierung abschließen konnten.

Am nächsten Morgen sind wir dann alle leicht gerädert in den Bergen bei Sanremo aufgewacht und das eigentliche Trainingslager konnte beginnen. Die Strecken in der Umgebung waren in Sospel und am Monte Tamaro gelegen. Dort konnten wir uns gut auf die Saison vorbereiten, da die Streckenlängen selbst bei Vollgas bei über 4 Minuten lagen.

Insbesondere die Strecke am Monte Tamaro war physisch stark fordernd. Erst bei entsprechendem Tempo wurde die Strecke flowig und machte richtig Spaß.

Um den Druck zu erhöhen und gegen seinen eigenen Schweinehund an zu fahren hatten wir ein Watchdog-Zeitmesssystem dabei. Der Erfinder und Erbauer war mit auf unserem Trip und konnte uns in die Bedienung einweisen. Diese war wirklich kinderleicht und so konnten wir den ganzen Trip über Zeiten vergleichen und die Bestzeit immer wieder toppen.

Für mich war es wirklich erstaunlich wie sich die Motivation verändert wenn man gegen die Uhr fährt. Racefeeling pur.

Nach drei gefahrenen Tagen gönnten wir uns eine Pause, nicht zuletzt wegen des feucht-fröhlichen Vorabends mit echt italienischer Party und Karaokeshow. In der Nähe unseres beschaulich gelegenen Dorfes haben wir dann noch einen abgefahrenen Canyon gefunden, an dem wir den Rest des Tages verbracht haben.

Die letzten Tage haben wir dann noch im Racemodus verbracht und an verschiedenen Linien und Varianten gefeilt.

Das neue Flatout-Bike konnte unter Beweis stellen, dass es als Racebike wirklich gut taugt. Der neue, größere Rahmen vermittelt mir ein Plus an Sicherheit, ich fühl mich da einfach wohler drauf als auf dem kleinen Rahmen. Dieser ist zum racen einfach zu verspielt und nicht so souverän wie der große Rahmen.

Den Rückweg gen Deutschlandhaben wir uns dann noch mit einem Abstecher zum Lago Maggiore versüßt wo wir den Urlaub auf einer ziemlich geilen DH-Strecke haben ausklingen lassen.

Die Tage waren insgesamt echt richtig cool, allerdings auch anstrengend und nach der gefühlsmäßig nicht enden wollenden Rückfahrt war ich glücklich mal wieder in meinem Bett pennen zu können.

Yeah!