Latest Tweets:

GDC#1: Winterberg Dirtmasters Festival 2011

Am vergangenen Wochenende fand in Winterberg das Dirtmasters Fesitval statt, auf dem wieder sämtliche Gravity Disziplinen vertreten waren. Dazu kam feinster Sonnenschein von Freitag bis Sonntag und knapp 35.000 Zuschauer, insgesamt war also richtig viel los.

Das 77designz Team war gesund und munter und fast vollzählig angereist.

Am Donnerstag haben wir uns bereits auf den Weg ins Sauerland gemacht und zunächst den Track in Willingen unter die Reifen genommen. Dort findet in der kommenden Woche das Bike-Festival statt: Wir haben den Donnerstag zum entspannten trainieren genutzt.

Abends dann noch eben nach Winterberg gedüst und eine recht komfortable Ferienwohnung bezogen. Ende.

Am Freitag konnten wir dann ganz entspannt in den Tag starten, die Strecke war erst ab 14 Uhr freigegeben. Nach einem ausgiebigen Geburtstagsfrühstück (Juhu, ich könnte jetzt auch schon bei den Senioren starten) ging`s dann Richtung Startnummernausgabe. Und dann: Ernüchterung. Weil ich meine Lizenz zu Hause vergessen hatte, durfte ich knappe drei Stunden auf den UCI-Fuzzi warten bevor ich meine Startnummer bekam. Immerhin konnte ich in der Zeit so ziemlich jeden begrüßen den ich kannte und der dann an mir vorbei zur Startnummernausgabe marschierte…

Als ich dann endlich die Nummer hatte ging`s rauf auf die Strecke. Diese machte richtig Laune, war sie doch nochmal schneller als im letzten Jahr. Vor allem war die Strecke auch noch eins: staubig. Nach so ziemlich jeder Abfahrt musste man einen Schluck trinken um den Staub aus der Kehle zu spülen. Um 18 Uhr war das Training dann auch schon vorüber und wir konnten den Tag bei (grottenschlechter) Livemusik, aber leckerem Bier ausklingen lassen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Samstag ging`s für das Team schon um 7 Uhr auf die Strecke. Bei etwa 600 Startern ist es echt von Vorteil etwas früher auf die Strecke zu gehen. Wir konnten so einige Trainingsläufe absolvieren ohne allzu lange am Lift anstehen zu müssen. Das Training lief auch recht vielversprechend. Wir fühlten uns alle ziemlich wohl und freuten uns auf den Qualifikationslauf. Dieser lief für Giaco ganz gut, der Rest vom Team nahm eine Bodenprobe: Rainer, Marcel und ich stürzten an verschiedenen Stellen und versauten uns somit eine gute Zeit in der Quali. Von anderen Racern kam dann auch der Spott: „Team Bodenprobe“, „Team Bodenturnen“, „Was sucht ihr denn da unten?“. Ich hab mich zunächst ziemlich geärgert weil ich bis zu meinem Sturz kurz vor dem Ziel (gefühlt) recht flott unterwegs war. Schade Schokolade.

Nach einigen Bieren war der Frust aber schon wieder runtergespült und wir freuten uns am Abend alle auf das Finale vom Slopestyle. Die Jungs gingen dort schon recht amtlich zur Sache und nach einigen spannenden Runs stand Martin Sodastream als Sieger fest.

Sonntag stand dann  das Finale vom Downhillrennen auf dem Programm. Weil wir erst recht spät zum Training erschienen waren, der Track dann noch eine halbe Stunde gesperrt war, konnten wir nur 1,5 Trainingsläufe absolvieren. Zu wenig um ein gutes Gefühl für das Finale haben zu können.

Für mich war es im Finale dann wichtig, nicht wieder Bodenkontakt zu haben. Dann wär ich echt frustriert gewesen. Also nahm ich ein wenig Gas raus und fuhr „solide“. Der Lauf war aber ziemlich eckig und hatte leider nicht den Flow, den mein Lauf in der Qualifikation hatte. Meine Zeit reichte am Ende auch nur für Platz 45. Die Zeiten in Winterberg sind einfach immer ziemlich nah beieinander und das Niveau bei den Elitefahrern schon ordentlich hoch. Der Vollständigkeit halber: Marcel fuhr auf Platz 58, Giaco landete auf dem 101. und Rainer auf dem 110. Platz.

Pünktlich zum Ende des Dirtmasters Festivals fing es dann auch an zu regnen und ich machte mich auf den Heimweg.

Winterberg war rückblickend insgesamt ziemlich witzig, aber aus bikemäßiger Sicht trotzdem verkorkst.

Gute Nacht liebes Tagebuch.

Steven

  1. stevenrollnik posted this