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Willingen ist immer mit einer Menge Spaß verbunden, die Strecke ist einfach anders als dass, was man normalerweise unter die Stollenreifen bekommt.
Beim Wheels of Speed ist man richtig schnell unterwegs und dazu die meiste Zeit in der Luft. Die spektakulären Sprünge sind eines der Highlights.
Außer den vielen Amateuren sind auch noch die meisten der Stars aus dem Worldcup am Start was dem Rennen einen besonderen Reiz verleiht und als Zuschauermagnet wirkt.
Unserer Anreise am Donnerstag Abend folgte ein Gewitter in der Nacht, welches nicht nur unseren Pavillon beinahe in den Sauerlandstern segeln ließ, sondern auch die Glut aus unserem Grill horizontal über den Zeltplatz fliegen ließ. Freitag morgen hatte sich das Wetter dann aber zumindest vorübergehend beruhigt.
Auch wenn ich die Strecke in Willingen gut kenne ist es jedes Mal wieder mit einem Kribbeln verbunden den Hang am Ettelsberg das erste Mal mit vollem Speed zu heizen.
Das Training am Freitag hat richtig Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich mit meinen Teamkollegen Giaco und Marcel richtig die Strecke runterfeuern konnte.
Während der Qualifikation herrschte dann starker Rückenwind der mich beinahe jeden Sprung zu weit springen ließ…deshalb musste ich die Strecke auch schon im oberen Teil verlassen, fuhr zwei Begrenzungsstangen samt Absperrband zu Kleinholz und konnte mich nur mit Mühe und Not über den „Zehner“ retten. Am Ende war ich dann über Rang zwei der Qualifikation etwas verwundert aber froh. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt. Auf den ersten Platz fuhr mein Teamkollege Marcel. Glückwunsch!
Der Abend endete dann am Saalbach-Stand (huhu Bine, huhu Leni!) und später im Wilddieb auf traditionell niedrigen Niveau.
Über Nacht änderte sich das Wetter dann von windig zu windig und regnerisch. Die Strecke war Samstag morgen in einem völlig anderen Zustand und das Training war zwar zufriedenstellend, richtiger Flow kam aber leider nicht auf.
Das Finale sollte dann mittags stattfinden, wurde aber wegen „Waschküche“, also schlechter Sicht um eine halbe Stunde verschoben. Auch danach waren die Läufe stark vom Wetter abhängig: Der Wind kam in Böen und immer wieder setzte der Regen ein.
Mein Finallauf lief ziemlich ernüchternd. Im oberen Teil hatte ich mit Wind und Regen zu kämpfen, im unteren Teil wollte ich auf keinen Fall den Rutscher aus dem Training widerholen und fuhr total verhalten.
Am Ende hat es dann leider nicht für das Finale der Pros gereicht. Schade. Hat mich ordentlich angefressen, weil ich ja in den letzten Jahren auf dem Podium stand und das natürlich wiederholen wollte. Marcel ist im Finale gestürzt und auch auf die Plätze verwiesen worden. Giaco fuhr wohl ganz solide, für ganz vorne hat es aber leider auch für ihn nicht gereicht.
Fazit: Tolles Event, leider nicht so richtig nach Plan gelaufen.
Steven